Pilates ist gerade überall – in New York gibt es mehr Pilates-Studios als Starbucks, in Frankfurt eröffnet gefühlt an jeder Ecke und in jedem Viertel ein neues Studio, unsere Freundinnen und Freunde machen es alle – ja, sogar deren Teenager-Kinder machen Pilates! Unsere Instagram-Feeds sind voll davon, Pilates ist allgegenwärtig geworden. Wenn du in Frankfurt nach einem guten Ort für Pilates suchst, weißt du inzwischen: An Auswahl mangelt es dir sicher nicht.
Aber nicht alles, was als „Pilates“ unterrichtet wird, ist auch wirklich Pilates. Die Wahl des richtigen Studios macht einen großen Unterschied darin, wie sich dein Körper während und nach der Stunde anfühlt – und wie er sich langfristig verbessert.
Was viele über Pilates nicht wissen
Bei Pilates geht es nicht darum, was du machst, sondern darum, wie du dich bewegst. Es geht nicht um Instagram-taugliche Choreografien – auch wenn ich schönen Videos nicht ganz abgeneigt bin –, sondern um Details, die oft unbemerkt bleiben, die ein ungeübtes Auge nicht sieht, die in Wahrheit aber den entscheidenden Unterschied machen.
Joseph Pilates sagte bekanntlich: „Nach 10 Stunden spürst du den Unterschied, nach 20 Stunden siehst du den Unterschied, nach 30 Stunden hast du einen neuen Körper.“ Ich habe allerdings das starke Gefühl, dass er damit nicht viele der heutigen Kurse meinte, die sich zwar Pilates nennen, aber in Wirklichkeit weit davon entfernt sind.
Umso wichtiger ist es, dein Studio sorgfältig auszuwählen, wenn du:
- Nacken-, Rücken- oder Gelenkschmerzen hast
- Dich von einer Verletzung erholst
- Viele Stunden am Schreibtisch sitzt
- Dich generell unausgeglichen oder wenig mit deinem Körper verbunden fühlst
Gruppenkurse oder private 1:1-Einheiten?
Gruppenkurse machen Spaß und sind sozial, was für viele eine tolle Motivation und ein guter Einstieg zu einem niedrigeren Preis sein kann. Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass sie nicht auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtet sind. Wenn die Trainerin oder der Trainer nicht sehr erfahren ist, bleibt oft wenig Raum für Individualisierung – und das bedeutet, dass spezielle Bedürfnisse häufig nicht vollständig berücksichtigt werden.
Versteh mich nicht falsch: Ich gehe selbst gerne in Gruppenkurse. Aber ich kenne meinen Körper auch sehr gut, ich kenne meine Grenzen und kann mich ausreichend selbst korrigieren – dafür bin ich ausgebildet! Und selbst dann investiere ich weiterhin regelmäßig in private Pilates-Stunden bei meinen Lehrerinnen und Lehrern.
Private Einheiten sind stark individualisiert. Sie werden auf deine konkreten Bedürfnisse und Ziele abgestimmt und, am wichtigsten: sie holen dich genau dort ab, wo du gerade bist! An manchen Tagen bist du voller Energie, an anderen etwas müder und brauchst eine ganz andere Art von Einheit.
Private Stunden bieten außerdem die Möglichkeit, mit der gesamten Pilates-Geräteausstattung zu arbeiten. Während die meisten Studios Reformer-Kurse anbieten und einige auch Tower- und/oder Chair-Kurse, ist es in meinem Studio nicht ungewöhnlich, innerhalb einer Einheit vom Cadillac zum Wunda Chair zu wechseln, vom Wunda Chair zum Reformer oder vom Reformer zum Spine Corrector und zu Mattenübungen. Das entspricht der Idee, dass Pilates ein System ist – und als solches profitierst du davon, mit allen Geräten zu arbeiten, nicht nur mit einem.
Anstatt nur eine Reihe von Übungen an einem Gerät auszuführen, ermöglichen private Pilates-Einheiten den Fokus auf korrekte Ausrichtung, präzise Bewegung und eine ausgewogene Entwicklung der Muskulatur.
Worauf du achten solltest, wenn du ein Pilates-Studio in Frankfurt auswählst:
Vielleicht hat dich eine Freundin oder ein Freund überzeugt, Pilates auszuprobieren. Oder du hast bereits ein paar Kurse hier und da besucht, es hat dir gefallen und du möchtest nun etwas mehr Zeit und Geld investieren, um es richtig zu machen und die Vorteile für Körper und Geist wirklich zu spüren. Der nächste Schritt ist dann, das richtige Studio für dich zu wählen:
- Frage nach der Ausbildung und Erfahrung der Lehrerin oder des Lehrers: Achte darauf, dass die Qualifikationen über ein einfaches Wochenendtraining hinausgehen. Eine umfassende BASI-Zertifizierung erfordert zum Beispiel mindestens 500 Stunden Unterricht, Training und Beobachtung. Stelle sicher, dass deine Lehrerin oder dein Lehrer all das absolviert hat!
- Verfügbarkeit der Geräte: Den Reformer kennen inzwischen die meisten. Für eine vollständige Pilates-Erfahrung solltest du aber auch nach Training am Cadillac, am Wunda Chair fragen – und Mattenübungen keinesfalls unterschätzen.
- Individuelle Aufmerksamkeit: Ob im Gruppenkurs oder in einer privaten 1:1-Einheit – achte darauf, ob die Lehrerin oder der Lehrer wiederkehrende Kundinnen und Kunden kennt, sich an ihre individuellen Bedürfnisse erinnert und entsprechende Anpassungen anbietet. Das sind Zeichen einer aufmerksamen Lehrperson, die mit echter Hingabe unterrichtet.
- Eine ruhige und fokussierte Umgebung: Um Körperbewusstsein aufzubauen und eine Verbindung zu deinem Körper herzustellen, musst du dich auf die Details der Bewegung konzentrieren können. Ich sage oft: Wenn die Anfängerbewegungen aufhören, sich leicht anzufühlen, dann beginnst du erst wirklich, auf das nächste Level zu kommen.
- Und schließlich: Hab keine Angst, Fragen zu all diesen Punkten zu stellen.
Wann ist es Zeit, nach privaten Pilates-Einheiten zu suchen? Wenn du möchtest, dass sich Anfängerübungen anspruchsvoll anfühlen. Wenn deine besonderen Bedürfnisse und individuellen Ziele berücksichtigt werden sollen. Wenn du Pilates als etwas siehst, das deine Lebensqualität über das Studio hinaus verbessert. Je individueller der Ansatz, desto effektiver und nachhaltiger werden die Ergebnisse sein.
Wenn du in Frankfurt lebst und dich für privates 1:1-Pilates mit vollständiger Geräteausstattung und einem BASI-Ansatz interessierst, kannst du dich gerne bei mir melden oder eine Einheit buchen.


