Du hast den Kontakt aufgenommen, die Einheit gebucht, vielleicht sogar ein neues Paar rutschfeste Socken gekauft, und fragst dich jetzt, was als Nächstes passiert.
Etwas Neues zu beginnen, kann sich unsicher anfühlen – besonders in einem privaten Rahmen und wenn es um den eigenen Körper geht.
Hier erfährst du, was dich in deiner ersten privaten Pilates-Einheit mit mir erwartet.
Deinen Körper, deine Bedürfnisse und deine Ziele verstehen
Die erste Einheit ist idealerweise keine einmalige Sache. Sie ist ein wichtiger Teil eines Prozesses – des Prozesses, dich besser zu bewegen und dich wieder stärker mit deinem Körper verbunden zu fühlen. Der Ausgangspunkt ist ein Gespräch über dich und deinen Lebensstil. Vielleicht frage ich dich, welche anderen Sportarten du machst oder früher gemacht hast, oder ich bitte dich, einen typischen Wochentag oder ein typisches Wochenende zu beschreiben.
Eine Verletzungsgeschichte ist sehr wichtig – ebenso, wie du dich in deinem Körper fühlst. All das wird selbstverständlich vertraulich behandelt. Dieses Gespräch soll dir auch ein Gefühl dafür geben, ob du der Trainerin auf deinem Weg vertrauen kannst.
Zum Schluss sprechen wir über deine Ziele. Hast du ein sehr konkretes Anliegen? Eine Klientin wollte zum Beispiel am Ende des Programms einen sauberen Teaser ausführen können. Möchtest du dich nach einer Verletzung besser erholen? Oder möchtest du dich stärker, aufrechter und insgesamt wohler in deinem Körper fühlen? All das sind sehr gute Gründe, mit Pilates zu beginnen.
Die Trainerin wird außerdem deinen Körper und deine Bewegungen einschätzen. Dabei geht es nicht darum, wie du aussiehst, sondern darum, wie du dich bewegst: Gibt es Ungleichgewichte zu einer Seite? Wie ist deine Ausrichtung, und wie verändert sie sich während der Bewegung? Wie gut kannst du deine Bewegungen kontrollieren?
Als Pilates-Trainerin kann ich sagen: Der Wartebereich am Flughafen wird plötzlich zu einem sehr interessanten Beobachtungsort – wenn man Bewegungsmuster einmal erkennt, kann man sie nicht mehr übersehen!
Ein individueller Ansatz ab der ersten Einheit
Gruppenkurse funktionieren zwangsläufig nach dem Prinzip „one size fits all“, unabhängig davon, wie viele Anpassungen die Trainerin vornehmen kann.
In privaten Einheiten wird das Programm von Anfang an um DICH herum aufgebaut:
- Wie du dich bewegst
- Deine Ziele
- Deine Einschränkungen
In der ersten Einheit stelle ich dir in der Regel auch zwei Geräte vor, damit du ein besseres Gefühl dafür bekommst, was dich erwartet – ohne dich dabei zu überfordern. Meist beginnen wir auf der Matte und wechseln dann zu den Geräten. Zukünftige Einheiten können sich auf ein einzelnes Gerät konzentrieren oder eine Mischung aus mehreren Elementen sein. Ich finde es jedoch hilfreich, am Anfang eine Kombination einzuführen, damit du als Klientin oder Klient einen ersten Eindruck von der Tiefe und den vielen Ebenen bekommst, die wir im 1:1-Training entdecken können – etwas, das in Gruppenkursen deutlich schwieriger ist.
Fokus auf Qualität, nicht Quantität
Viele Menschen sind überrascht, wie wenige Wiederholungen in einer Pilates-Stunde nötig sind – besonders im privaten Training. Das liegt daran, dass es in diesen Einheiten nicht darum geht, einfach nur „den Burn“ zu spüren, auch wenn Klientinnen und Klienten, die genau das suchen und davon profitieren würden, ihn im 1:1-Training durchaus finden können. In jedem Fall liegt der Fokus darauf, wie du dich bewegst, nicht darauf, wie oft.
Im Mittelpunkt stehen Präzision der Bewegung, Muskelkontrolle, Atmung und Ausrichtung. Manchmal wirst du überrascht sein, einen Muskel zu spüren, von dem du gar nicht wusstest, dass er existiert – und genau das ist das Schöne an Pilates. Es geht nicht nur um die großen, dominanten Muskeln. Es geht um alle Muskeln und um diese Aha-Momente, wenn wir endlich eine Verbindung zu einem Muskel herstellen, ihn aktivieren und lernen, mit ihm zu arbeiten.
Du machst in einer privaten Pilates-Einheit vielleicht weniger Übungen und Wiederholungen, aber ich verspreche dir: Du wirst sie viel tiefer spüren.
Was du danach spüren könntest
Nach einer ersten privaten Pilates-Einheit ist es ganz normal, Folgendes zu fühlen:
- Mehr Verbindung zu deinem Körper: Viele Menschen bemerken, dass Muskeln auf eine Weise arbeiten, die sie vorher noch nicht erlebt haben.
- Sanft gefordert, aber nicht erschöpft: Klientinnen und Klienten sagen mir oft, dass sie ihre Muskeln am nächsten Tag gespürt haben – „aber auf eine angenehme Art“. Kein Risiko für Überlastung, sondern ein sanftes Aufwecken der Muskulatur und das Erlernen eines besseren Zusammenspiels.
- Eine bessere Haltung: Du fühlst dich vielleicht aufrechter, stärker und hast in den nächsten ein bis zwei Tagen weniger Rückenschmerzen.
Deine erste private Pilates-Einheit ist der Beginn eines Prozesses, kein einmaliges Workout. Regelmäßigkeit ist hier entscheidend. Schon eine Einheit kann dafür sorgen, dass du dich in den folgenden Tagen anders fühlst. Mit kontinuierlichen privaten Einheiten kannst du weniger oder gar keine Rücken- und Schulterschmerzen erleben, deine Haltung verbessern, dich im Alltag effizienter bewegen und insgesamt mehr Vertrauen in einen stärkeren Körper entwickeln.
Wenn du in Frankfurt lebst und dich für privates 1:1-Pilates mit vollständiger Geräteausstattung und einem BASI-Ansatz interessierst, kannst du dich gerne bei mir melden oder eine Einheit buchen.


